
Am 4. April 2006 wurde Mehmet Kubasik in seinem Kiosk in der Mallinckrodtstr. vom „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU) ermordet.
Die Familie Kubasik organisierte mit der Alevitischen Gemeinde einen Trauermarsch. Sie vermuteten die Täter im Nazi-Spektrum. Die staatlichen Behörden (Polizei, Staatsanwaltschaft, Geheimdienste) ermittelten ausschließlich in Richtung des Opfers, seiner Familie und Freund_innen. Eine breite öffentliche Solidarisierung mit der Familie blieb aus.
Im Herbst 2011 wurde bekannt, dass organisierte Neonazis die Mordserie begangen hatten, bei der sie insgesamt neun Männer mit migrantischem Hintergrund, darunter Mehmet Kubasik,
und eine Polizistin ermordet hatten.
Bei der Veranstaltung im Rahmen des Antifaschistischen Camps (24.8. – 2.9.2012) möchten wir öffentlich darüber diskutieren, was die Aufdeckung der rassistischen Mordserie des „NSU“ im Herbst 2011 und damit der Erkenntnis, dass Mehmet Kubasik von Nazis ermordet wurde, für uns jeweils bedeutet.
Es werden sprechen:
Vertreter_innen der Alevitischen Gemeinde, von Dakme, dem Alevitischen Kulturzentrum, Dortmund
Stellt Sich Quer, Dortmund Nazifrei, eine Mitarbeiterin des Bundestagsuntersuchungsausschusses
zu den Morden des „NSU“,
ein ehemaliger Anwohner der Keupstr./Köln,
und alle, die es wollen.
Es wird kulturelle Beiträge geben unter anderem von der Kölner Rap-Band Microphone Ma a.
Foto:
Christian Ditsch / version-foto.de
Veranstalter_innen:
Alevitische Gemeinde Dortmund, Antifaschistisches Camp Dortmund, Dakme – Alevitisches Kulturzentrum, DIDF Dortmund, Dortmunder Antifa-Bündnis, Dortmund Stellt Sich Quer, ver.di Jugend Dortmund, Was Nun/Berlin